Der 1950
gegründete Jägerzug wurde von sechs Vorster Jungs wiederbelebt.
Sie
waren Schulkameraden und sind zum größten Teil heute noch dabei. Die „Alt-Immerblauen“
Hermann Hoor und Josef Hambloch vertrauten 1970 der neuen Mannschaft den Namen
und das Zuginventar an. Die erste Führungsriege bildeten Heinz-Dieter Schiefer als Hauptmann, Toni
Küppers als Leutnant und Spieß war Josef Hannen. Für Heinz-Dieter sollte es
eine lange Hauptmannszeit werden. Er lenkte die Geschicke des Zuges 27 Jahre,
besonders in unserer „Sturm und Drangzeit“.
Toni ist
immer noch Leutnant. Seit nunmehr 40 Jahren bekleidet er diesen Posten und
verkörpert eine konstante
Größe bei den alljährlichen Neuwahlen. Josef
war immerhin 16 Jahre die Mutter der Kompanie. Es gab Neuzugänge und Austritte.
Es wurden auch einige „Auswärtige“ adoptiert und erfolgreich integriert. Die
heutige Besetzung formierte sich hauptsächlich in den 80iger Jahren. Bis auf
eine Ausnahme sind wir
seit 1987 personell unverändert. Im Laufe der Jahre übernahmen alle Mitglieder
in irgendeiner Weise und mit unterschiedlicher Dauer Verantwortung für den Zug.
Sportlich war man mit Fußballern und Handballern gut besetzt, so dass wir das
erste Fußballturnier der Bruderschaft im Jahr 1980 gewinnen konnten.
An
den Kirmesmontagen versetzten wir die damaligen Honoratioren der Bruderschaft
schon mal in leichte Entrüstung, da die Parade beim Heimgeleit des neuen
Schützenkönigs mit verrückten Dingen aufgepeppt wurde. Mal
marschierten als Schützen verkleidete Zugfrauen mit in der Reihe, dann wurde
der Hauptmann in einem Sessel gezogen oder irgendwelche Utensilien (z.B.
Gulaschkanone, Blumenkarre) wurden mitgeführt. Doch
auch die Immerblauen wurden erwachsener und brachten zusammen mit den Zugfrauen
und einigen befreundeten Helfern eine legendäre Veranstaltung, den „Immerblau-Ball“,
auf die Beine.
Die
„kirmeslose“ Zeit vertreiben wir uns mit monatlichen Zugversammlungen, jährlichen
Ausflügen und festlichen Weihnachtsfeiern. Die Männer haben so manche schöne
mehrtägige Fahrradtour unternommen. Mit
Kind und Kegel gab es Treckerfahrten zum Jröne Meerke oder die Teilnahme am Büttgener
Rosenmontagszug . Beim Vogelschießen im Mai ermitteln die Männer ihren Zugkönig
und die Frauen ihre Maikönigin.
Nach dem
50jährigen Jubiläum nahmen wir uns besonders aufgrund der eindeutigen Marschrichtung von
Hauptmann Gerd Wolfgarten vor, spätestens beim „Sechzigjährigen“ das Vorster Königsdreigestirn
zu stellen.
Wenn
nicht jetzt, wann dann?
Das
Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt. Unser Königsanwärter Charly konnte sich
gegen zwei Mitbewerber durchsetzen und den Vogel von der Stange holen. Dem
Königspaar Karl-Heinz und Gabi Patry steht das Ministerpaar Heinz-Dieter und
Gisela Schiefer und Minister Peter Sokolowski zur Seite. Wir freuen
uns mit ihnen auf die Dinge, die uns an den Kirmestagen noch erwarten und
wünschen allen Vorstern, sowie den Gästen, ein schönes Schützenfest.