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antoniuskapelle.jpgBereits im 17. Jahrhundert stellten gläubige Katholiken im rheinischen Raum Wegekreuze und Bildstöcke, sog. Fußfälle, auf, vor denen die Gläubigen zu Gott betend und bittend niederknieten. Die Fußfälle wiesen Bildnisse oder Reliefs auf, in denen Szenen aus dem Leidensweg Christi dargestellt waren. Im Laufe der Zeit entstanden ganze Fußfallreihen oder -kränze, die meist im Umkreis von Kirchen oder Kapellen errichtet wurden. Der Brauch des Fußfallbetens vollzog sich auch im Rahmen von Prozessionen, in denen die Gläubigen entlang der Fußfälle zu den Gotteshäusern zogen. Auch in Vorst entstand im 18. Jh. rund um die Antoniuskapelle auf damals noch unbebautem Grund, der ,,Heide“, ein Stationsweg von mehreren Fußfällen, die im Laufe der Jahrhunderte vielerlei Veränderungen erfuhren. Die Antoniuskapelle und das Fußfall- Ensemble stellen ein bedeutendes Kulturgut dar, stehen sie doch als Sinnbilder für Heimatliebe und tiefe Frömmigkeit und halten das Andenken an gelebte Vergangenheit in den Menschen lebendig.
Aus „Historische Bauten in Kaarst“ Herausgeber: Stadt Kaarst Text: Ille Mularski

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Nr. 1: Antoniusstraße, gegenüber
Haus Nr. 90, Liedberger Sandstein (Pflege durch Fam. Theo Wellmann)
        Nr. 2: Ecke Antoniusstr./Im Kamp, Backstein verklinkert
(Pflege durch Frau Anneliese Küppers)
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Nr. 3: Ecke Im Kamp/Im Fenn, Backstein weiß verputzt
(Pflege durch Fam. Peter Töller)
        Nr. 4: Ecke Im Kamp/Waldstraße,
Backstein weiß verputzt (Pflege durch Fam. Konrad Steinfels)
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Nr. 5: Waldstraße gegenüber Haus Nr. 19, Backstein weiß verputzt (Pflege durch Dr. Heribert Roos)         Nr. 6: Ecke Antonius-/ Waldstraße, Backstein verklinkert (Pflege durch Fam. Darius / Wefers)
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