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img_0161_exposure11.jpgDirekt am Vorster Festplatz - der Ortsmitte - befindet sich auch der Schießstand der St. Eustachius Schützenbruderschaft, genauer gesagt ein fest installierter Hochstand mit motorisiertem Fangkorb.

Dank seiner künstlerischen Form, bestehend aus fünf Säulen die mit einem Band verbunden sind, ist er ein Blickfang der jedem der auch nur mit dem Auto vorbei fährt direkt ins Auge fällt.

Die fünf Säulen symbolisieren die alten Siedlungen Linning, Rottes, Heide, Wattmannstraße und Vorst aus denen sich der heutige Ort und auch die Bruderschaft zusammensetzte. Diese Siedlungen sind dann auch in einem Natursteinmosaik am Fuße des Schießstandes dargestellt und aus jedem dieser Ortsteile ragt eine dieser Edelstahlsäulen empor.
Das umgehende Lochband wiederrum steht für die Einheit und den Zusammenhalt den diese Siedlungen miteinander verbinden.

Eine Tafel am Fuße des Schießstandes erklärt dann auch den genauen Zusammenhang:

   

 

 

Vorst

Stadt Kaarst
Rhein-Kreis Neuss

Die St. Eustachius-Schützenbruderschaft 1880 Büttgen-Vorst e.V. hat zur Ausgestaltung des St. Eustachius-Platzes und der Festwiese in der Ortsmitte diese Installation errichtet. Sie soll die Entstehung des Ortes Vorst aus den fünf Siedlungen Heide, Linning, Rottes, Vorst und Wattmannstraße deutlich machen. Dieses geschieht durch fünf markante Pfeiler, die mit einem breiten Band umschlungen sind.

Beim Schützen- und Heimatfest dient diese Installation als Schiessstand.

 

Stichworte zur Geschichte des Ortes.

Das Dorf Budica (Büttgen) wird bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Durch Bevölkerungszuwachs breitet sich die kleine Siedlungsinsel in alle Richtungen aus.img_0164_exposure11.jpg
Durch Rodung entstehen im Büttger Wald die Siedlungen Heide, Linning, Rottes, Vorst und Wattmannstraße. Sie bilden den Kern des heutigen Ortes Vorst.

Inmitten der Siedlungen liegt das Holzbüttger Haus, eine Wasserburg der Ritter von Holzbüttgen, in der Nähe ist die Einsiedelei St. Antonius. Ein Einsiedler mit dem Namen Henricus de Floribus (Heinrich von der Blume) wird bereits 1401 erwähnt.

Im 14. Jahrhundert sind die Rodungen weitgehend abgeschlossen. An der grundsätzlichen Struktur der Siedlungen treten bis in das frühe 19. Jahrhundert keine wesentlichen Änderungen auf.
Die Tranchot-Karte beschreibt sehr genau den Zustand in den Jahren 1805/06 (Karte oben rechts).

Durch die französische Revolution (1789) und die Säkularisation (1803) brechen die alten Strukturen auf. Die westlichen Rheinlande sind von 1794 bis 1814 französisch und fallen 1815 an das Königreich Preussen.

Die Einsiedelei wird 1780 aufgegeben, Vikare aus Büttgen versehen als "Rektoren der Capelle und Schule" den Dienst.
Die Bemühungen der Menschen in der Kapellengemeinschaft um eine eigene Pfarrei und Schule sind das einigende Band für die Siedlungen.

1848 wird eine Schule an der Wattmannstrasse gebaut, zwei noch vorhandene Schulen werden aufgehoben.

1864 wurd das Rektorat St. Antonius eingerichtet. Unter seiner Obhut bilden sich Vereine: 1873 Kirchenchor, 1880 St. Eustachius Schützenbruderschaft.

1923 wird das Rektorat zur Pfarrei erhoben und damit unabhängig von der Pfarrei St. Aldegundis Büttgen. Der Ort wird als Büttgen-Vorst bezeichnet.

Umwälzende Entwicklungen setzen ab 1970 ein: in einem Jahrzehnt nimmt die Einwohnerzahl in Büttgen-Vorst um 40% zu. Eine rege Bautätigkeit setzt ein. Die kommunale Neugliederung macht Büttgen-Vorst zu einem Teil der Gemeinde Kaarst (ab 1981 Stadt Kaarst). Von da an nennt sicht der Ort Vorst. Die Entwicklung der vergangenen 200 Jahre wird offensichtlich, wenn man die beiden Karten rechts miteinander vergleicht.

 

Für Glaube Sitte Heimat

St. Eustachius-Schützenbruderschaft 1880 Büttgen-Vorst e.V.

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