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Die Sappeure 2004 v.l.: Frank Völzke (Major), Hans-Georg Göß (Leutnant), Franz Kuhlen, Helmut Götschkes, Franz Gilzinger, Wolfgang Hoff, Detlef Dulz (Spieß), René Vollmer

Es hat genau 120 Jahre gebraucht, bis aus den Sappeur-Reihen eine neue Schützen-Majestät hervorgeht. War es im Jahre 1892 der damalige Zugführer und Hauptmann Johann Jung, der als Schützenkönig der Vorster Bruderschaft vorstand, so ist es jetzt René Vollmer als König der Jungschützen.  

René war schon immer „Feuer und Flamme“, wenn es um das Schützenwesen und die Sappeure ging. Seit dem Jahr 2005 reichte es ihm nicht mehr, nur Zuschauer zu sein und so begleitete er mit zehn Jahren die Sappeure zum ersten Mal bei den Umzügen durch den Ort und bei den Paraden. Nicht in der Reihe, sondern direkt neben Zugführer Major Frank Völzke stellte er sich auf, damit er besser sehen könne und das eigens für ihn gebastelte Holzbeil besser zu Geltung käme. 

Als das Sappeur Corps im Jahr 2012 sein 125-jähriges Jubiläum feiert, spricht René mit „leuchtenden Augen“ seinen großen Wunsch aus, einmal Jungschützenkönig in Vorst sein zu wollen. „Was haltet ihr davon?“ und „wollt ihr mein Ehrenzug sein?“, „sagt doch mal“. 

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Auch wenn sein Vorhaben etwas überraschend für den Rest des Zuges kam, freuten sich die Sappeure über seinen Wunsch und sicherten ihm die notwendige Unterstützung zu.Zurückgreifen können die Sappeure hierbei auf ihr langes Erbe und die damit verbundene Erfahrung im Schützenwesen. Auch stehen mit Franz Gilzinger, Schützenkönig 1978 beim Jägerzug „Waidmannsheil“ und Frank Knappe, Jungschützenkönig 1993 beim Jägerzug „Maiglöckskes“, zwei ehemalige Regenten in den eigenen Reihen, die nun wirklich wissen, wie’s geht. Tradition und Zukunft sowie Integration sind für die Sappeure nicht nur Worte, sondern Inhalte. Bereits seit 1956 wird an Schützenfest die Königsbühne aufgebaut und die Fahnen am Kirchenvorplatz und auf dem Friedhof gehisst. Die Sappeure sind offen für die Einbindung junger Schützen, wie das Beispiel des amtierenden Jungschützenkönigs René und seines Ministers Denis Riebesam zeigt. Der weitere Minister Jannik Gedack kommt im Übrigen vom zweiten Ehrenzug „Jröne Jonge“. 

Dass die Sappeure auch die Personen nicht vergessen, die nicht so ohne weiteres am Ortsgeschehen oder einem Schützenfest teilnehmen können, zeigt ihre jahrelange Verbundenheit zur „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Rhein-Kreis Neuss e.V. Wohnhaus Vorst“. So wurde anlässlich des 125-jährigen Jubiläums auf die Vergabe von Orden und Gastgeschenken bewusst verzichtet und stattdessen ein Geldbetrag sowie Haushaltsgeräte an die Einrichtung übergeben. Jetzt freuen sich der Jungschützenkönig René und seine Minister nebst Damen gemeinsam mit den Sappeuren und den „Jröne Jonge“ auf wunderschöne Schützenfesttage mit blau-weißem Himmel und Sonnenschein.

 

 

 

   

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